Zwischenräume sind spannende Aufenthaltsorte auf Zeit. Einmal im Monat kommt eine Gruppe von neugierigen Menschen zusammen und wer möchte, kann von persönlichen Erlebnissen in den unterschiedlichsten Zwischenräumen berichten.  Das in den letzten Jahren entwickelte  ZwischenRaumKonzept bildet die Grundlage für ein tieferes Verständnis dieses einmaligen Entwicklungsraumes.
Aus dieser offenen Veranstaltungsreihe hat sich Ende 2018 ein fester Teilnehmerkreis gebildet, der mit viel Freude kontinuierlich  das ZwischenRaumManifest für unterschiedlichste Zielgruppen aufbereitet und es weiterdenkt. Es soll  Menschen nahegebracht werden, die daran interessiert sind, sich Konflikten und anderen Spannungsfeldern auf eine achtsame Art und Weise nähern möchten. Der ZwischenRaum© hat sich hierbei als heilsamer, konstruktiver  Ort erwiesen, der durch seine ungewöhnliche Perspektive das Neue in die Welt bringen kann.

 Persönlicher Bericht einer Teilnehmerin des mehrtägigen ZwischenRaumTreffens im Oktober 2019:

Den Zwischenräumen auf der Spur – Eindrücke von Julia Hofmann:

Den Zwischenräumen auf der Spur – Eindrücke von Julia Hofmann:

Spontan traf sich im schönen Ligurien an drei Nachmittagen im Oktober ein engagiertes Grüppchen von sechs ZwischenRaum-Interessierten unter der Leitung von Rainer Pieritz und hier mein Bericht für die ZwischenRaumFreunde:
Für mich war es Chance und Herausforderung zugleich, mit dabei sein zu können. Mal einig – mal kritisch/kontrovers, mal tief – mal leicht, mal hoffnungsvoll – mal pessimistisch, auf alle Fälle bewegt, tauschten wir uns aus. Auf diese Weise folgten wir vielen spannenden Gedanken und Fragen rund um den Zwischenraum. Wir forderten uns heraus, neu zu denken und uns zum ZwischenRaum in Bezug zu setzen. Zwischen uns taten sich dabei immer wieder neue Räume auf.
In unseren Gesprächen wurde spürbar, was für mich den ZwischenRaum so wertvoll macht:
Er ist ein Raum der Entwicklungsmöglichkeiten, ein Raum der Herausforderung und des sich Überlassens, ein Raum, in dem das Leben spielt und so manches Mal neue Ideen und Formen gefunden werden. Der ZwischenRaum als eine wunderbare Lebenshaltung.

Steckt im ZwischenRaum die Möglichkeit ein intensives, tiefes, lebendiges und zauberhaftes Leben zu gestalten? Ich ahnte es schon länger: Ja! So erlebte ich es in unseren Gesprächen und so erlebe es immer wieder. Solch ein vielversprechender und lebenswerter Raum ist wohl nicht nur meine Sehnsucht. Aber wie entstehen Zwischenräume? Was können  sie für mein alltägliches Leben bedeuten? Kann man tatsächlich ZwischenRaum-Kompetenz erlangen? Und wie geht das?
Welches Glück, dass jeder Moment ZwischenRaum-Potential in sich birgt: Zwischen Menschen, innerhalb eines Menschen, in der Natur, in der Stadt, während der Arbeit.
Sie lassen sich finden, sie entstehen, wenn wir offen für sie sind. Nicht immer wird es gelingen, einen Raum zu öffnen – ZwischenRäume lassen sich nicht erzwingen! Dennoch, mit Offenheit und etwas Übung können wir unser Leben mit einem Raum, der zwischen den scheinbar unveränderlichen Alltäglichkeiten zu liegen scheint, immer wieder aufs Neue bereichern und selbstverantwortlich mit gestalten.
Unsere Diskussionen klingen auch noch Wochen später  in mir nach. Privat und beruflich halte ich nun immer wieder Ausschau nach ZwischenRäumen.

Sie werden immer mehr mein freudiger und spielerischer Zugang zu mir und zur Welt.

zwischen Regen und Sonnenscheinzwischen Planung und Durchführungzwischen Opposition und Regierungzwischen Lehren und Lernenzwischen Weite und Engezwischen Aktivität und Passivitätzwischen Lust und Unlustzwischen Einatmen und Ausatmenzwischen Wachstum und Zerfallzwischen Besserwissen und besserem Wissenzwischen sowohl als auch und entweder oderzwischen Hoffen und Bangenzwischen Bewegung und Starrezwischen Ordnung und Zerfallzwischen parlamentarischer und tiefer Demokratiezwischen Geben und Nehmenzwischen Herr und Sklavezwischen Reife und Unreifezwischen Vordergrund und Hintergrundzwischen Erde und Samenkornzwischen Tag und Nachtzwischen Differenz und Indifferenzzwischen Kultur und Zivilisationzwischen Lust und Leidzwischen Romantik und Pragmatikzwischen Eingreifen und Geschehenlassenzwischen Heute und Morgenzwischen Kunst und Wissenschaftzwischen Wunsch und Wirklichkeitzwischen den Zeilenzwischen Tag und Traumzwischen dem Reich der Freiheit und dem Reich der Notwendigkeitzwischen festen Terminenzwischen Widerspruch und Zustimmungzwischen Festigkeit und Flüchtigkeitzwischen Fremdem und Vertrautemzwischen Mensch und Tierzwischen real und irrealzwischen den Zeilenzwischen Körper und Geistzwischen Kaufwunsch und Kaufentscheidungzwischen Gelten und Nichtgeltenzwischen Trägheit und Neugierzwischen Leben und Sterbenzwischen Nähe und Distanzzwischen Frohsinn und Trauerzwischen Festhalten und Loslassenzwischen einer Vielzahl von Möglichkeitenzwischen einem Fluss voller Krokodile und einem Ufer voller Tigerzwischen Macht und Ohnmachtzwischen Heimat und Fremdezwischen Arbeitsleben und Privatsphärezwischen allen Stühlenzwischen dem Heben und Wiederaufsetzen eines Fußeszwischen Autonomie und Passungzwischen Eltern und Lehrernzwischen Wachen und Schlafenzwischen den Gegensätzenzwischen Emotion und Intellektzwischen Richtig und Falschzwischen Bestehen und Nichtbestehenzwischen Durchhalten und Aufgebenzwischen einem fremdbestimmten und einem selbstbestimmten Lebenzwischen Außen und Innenzwischen Fülle und Leerezwischen Chaos und Ordnungzwischen dem richtigen und dem falschen Lebenzwischen Objektivismus und Idealismuszwischen Himmel und Höllezwischen falschem und echtem Stolzzwischen Romantik und Postmodernezwischen Festlegung und Freiheitzwischen dem Selbst und dem Anderenzwischen Himmel und Erdezwischen Stamm und Rindezwischen Mann und Frauzwischen Entschiedensein und Unentschiedenheitzwischen Selbstregulation und Fremdbestimmtheitzwischen Idee und Ausführungzwischen Organismus und Mitweltzwischen Gestern und Heutezwischen gestern und morgenzwischen Kopf und Bauchzwischen Überforderung und Unterforderungzwischen Entspannung und Anspannungzwischen den Zeitenzwischen Szylla und Charybdiszwischen Differenzierung und Integrationzwischen Kontakt und Rückzugzwischen Alt und Neuzwischen Autonomie und Abhängigkeitzwischen Reaktivität und Offenheitzwischen Stabilität und Veränderung
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