Im Laufe des ersten Jahres können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann die endgültige Entscheidung treffen, ob sie sich in Gestalttherapie, Dynamischem GestaltCoaching oder Gestaltorientierter Mitarbeiterführung und Organisationsentwicklung weiterbilden möchten.
Der Gesamtzeitraum für die Weiterbildung variiert zwischen 2 Jahren (Dynamisches GestaltCoaching bzw. Gestaltorientierte Mitarbeiterführung) und 4 Jahren (Gestaltpsychotherapie). Nach Ende der Weiterbildungszeit wird nach einem Abschlusskolloquium ein Zertifikat des Instituts für Konfliktmanagement und Lebensgestaltung (IKL) verliehen.

Das Weiterbildungskonzept sieht vor, den TeilnehmerInnen möglichst große zeitlich-räumliche Flexibilität einzuräumen. Die Termine für die nachfolgenden Weiterbildungsjahre werden ebenso wie die Orte, an denen die Weiterbildung dann stattfinden wird, gemeinsam mit den Teilnehmerinnen festgelegt.

Ausbildung in Gestaltpsychotherapie (4 Jahre) mit Zertifikat (IKL)
Diese Ausbildung umfasst Theorie und Praxis der Gestaltpsychotherapie. Nach einer zweijährigen Grundausbildung, in die das Basic-Jahr integriert ist, geht es in der darauf aufbauenden klinisch-psychologischen Hauptausbildung um die praktische Supervision gestalttherapeutischer Tätigkeit. Die theoretischen Einheiten beziehen sich ganz konkret auf die Praxis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie auf gängige Krankheitsbilder, die typisch für unsere schnelllebige Gesellschaft sind. (Burn-out, Hurry-sickness, traumatisierte Beziehungen, borderline-Symptome, Selbstwertverlust, depressive Erschöpfung, Beziehungsstörungen bei Paaren, etc.)

Die Supervision einer Kurztherapie mit Probeklienten findet in einer Peergroup von 3-4 Personen statt. Mindestens 10 Sitzungen werden von einem Gestaltausbilder supervidiert, der Rest im kollegialen Kontext besprochen.


Weiterbildungsgang: Dynamisches GestaltCoaching mit Zertifikat (IKL)
Das Dynamische GestaltCoaching basiert auf modernen Weiterentwicklungen der bewährten Gestaltberatung und der Gestalttherapie. Es zielt auf das konsequente Erreichen konkret definierter Ziele, läßt aber dabei die einzelnen Prozessschritte nicht aus dem Auge. Je achtsamer und differenzierter die Wahrnehmung der Körperimpulse und Vorstellungen einer Person, umso erfolgreicher die Umsetzung von Zielvorgaben in die soziale und ökonomische Realität.
Bei diesem Prozess, der immer wieder von sog. Engpässen begleitet wird, spielt der Umgang mit der eigenen Unsicherheit eine entscheidende Rolle. Statt sie zu ignorieren wird die volle Aufmerksamkeit auf sie gelenkt. Die bewusste Betrachtung und das Sich-Hineinversetzen in das Zentrum der Schwierigkeiten und Problemkonstellationen führen dazu, dass sich der „der Knoten zu lösen“ beginnt. Damit stehen oft schlagartig neue Wahlmöglichkeiten zur Verfügung, die Teile des Problems enthalten und damit auch Teil der neuartigen Problemlösung sind.
Dynamisch ist das GestaltCoaching deshalb, weil die gegensätzlichen Polaritäten zu Spannungen führen, welche dann das Neue in die Welt bringen. Wie diese Gegensatzpaare herausgearbeitet und wie sie zueinander in Bezug gesetzt werden, wird im Lauf der Coachingweiterbildung immer wieder demonstriert und in Diaden oder Triaden miteinander geübt.

Weiterbildungsgang: ZwischenRaumkompetenz und ZwischenRaumCoaching (zwei Jahre) mit Zertifikat (IKL)
Der ZwischenRaumAnsatz beinhaltet eine ganz spezielle innere Haltung, die sich hervorragend zur Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eignet. Jenseits der gängigen Konzepte von Führung sucht die/der Vorgesetzte stets danach, eine glaubwürdige dialogische Beziehung im „Dazwischen“ zu etablieren und ist dabei auf die Resonanz durch die Mitarbeiter/innen angewiesen.

Im Miteinander entfaltet sich prozesshaft ein respektvoller Umgang „auf Augenhöhe“, der auch aus der sprichwörtlichen Vereinsamung von Führungskräften herausführen kann. Neue Freiheitsgrade – jenseits der „Sandwichposition“ – werden möglich. Ebenso ein natürliches Standing im systemischen Führungskontext. Es geht dann nicht mehr ausschließlich um die meist leidvolle strikte Erfüllung vorgegebener Anforderungen und egomaner Ansprüche. Durch die intelligente Nutzung von Zwischen Räumen wächst eine selbstreflexive innere Haltung, die nach außen als „gelassene Disziplin“ spürbar wird.

Auch Konflikte werden immer häufiger mit „ruhigem Engagement“ ausgetragen – einer spezifischen inneren Positionierung, die das Potential für eine Zufriedenstellende und nachhaltige Zusammenarbeit in sich birgt.
Beginn:  Weiterbildungsgang ZwischenRaumKompetenz und ZwischenRaumCoaching

15.-17. November 2019

Bitte kontaktieren Sie den Ausbildungsleiter Rainer Pieritz (Tel: 0179 129 23 21 oder Email pieritz@zwischenraum.org) um ein persönliches Kennenlerngespräch zu vereinbaren, das Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung ist.

zwischen Lust und Leidzwischen Szylla und Charybdiszwischen Trägheit und Neugierzwischen Hoffen und Bangenzwischen Festigkeit und Flüchtigkeitzwischen Bewegung und Starrezwischen Mensch und Tierzwischen Eingreifen und Geschehenlassenzwischen einer Vielzahl von Möglichkeitenzwischen Tag und Nachtzwischen Differenz und Indifferenzzwischen Alt und Neuzwischen Kunst und Wissenschaftzwischen Vordergrund und Hintergrundzwischen Erde und Samenkornzwischen Gestern und Heutezwischen sowohl als auch und entweder oderzwischen allen Stühlenzwischen Körper und Geistzwischen dem Selbst und dem Anderenzwischen Regen und Sonnenscheinzwischen Widerspruch und Zustimmungzwischen Kultur und Zivilisationzwischen Kopf und Bauchzwischen Objektivismus und Idealismuszwischen Arbeitsleben und Privatsphärezwischen Romantik und Pragmatikzwischen Lehren und Lernenzwischen Wunsch und Wirklichkeitzwischen Frohsinn und Trauerzwischen Leben und Sterbenzwischen Herr und Sklavezwischen Aktivität und Passivitätzwischen Himmel und Höllezwischen Emotion und Intellektzwischen gestern und morgenzwischen Reaktivität und Offenheitzwischen Außen und Innenzwischen Kontakt und Rückzugzwischen dem Reich der Freiheit und dem Reich der Notwendigkeitzwischen einem fremdbestimmten und einem selbstbestimmten Lebenzwischen Chaos und Ordnungzwischen Idee und Ausführungzwischen real und irrealzwischen den Gegensätzenzwischen Stamm und Rindezwischen den Zeitenzwischen Heute und Morgenzwischen den Zeilenzwischen Stabilität und Veränderungzwischen Wachen und Schlafenzwischen Ordnung und Zerfallzwischen Lust und Unlustzwischen Geben und Nehmenzwischen Opposition und Regierungzwischen Überforderung und Unterforderungzwischen Mann und Frauzwischen Macht und Ohnmachtzwischen Richtig und Falschzwischen Fülle und Leerezwischen Selbstregulation und Fremdbestimmtheitzwischen Einatmen und Ausatmenzwischen parlamentarischer und tiefer Demokratiezwischen Durchhalten und Aufgebenzwischen Heimat und Fremdezwischen Besserwissen und besserem Wissenzwischen Romantik und Postmodernezwischen Wachstum und Zerfallzwischen Eltern und Lehrernzwischen Gelten und Nichtgeltenzwischen Differenzierung und Integrationzwischen Reife und Unreifezwischen dem richtigen und dem falschen Lebenzwischen einem Fluss voller Krokodile und einem Ufer voller Tigerzwischen Festlegung und Freiheitzwischen Fremdem und Vertrautemzwischen Autonomie und Passungzwischen Tag und Traumzwischen dem Heben und Wiederaufsetzen eines Fußeszwischen falschem und echtem Stolzzwischen Nähe und Distanzzwischen Kaufwunsch und Kaufentscheidungzwischen den Zeilenzwischen Organismus und Mitweltzwischen Autonomie und Abhängigkeitzwischen Planung und Durchführungzwischen festen Terminenzwischen Entschiedensein und Unentschiedenheitzwischen Himmel und Erdezwischen Entspannung und Anspannungzwischen Bestehen und Nichtbestehenzwischen Festhalten und Loslassenzwischen Weite und Enge
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